haben selten eine einzige

Der Begriff „Essstörungen“ verleitet dazu, das „Problem“ im zu sehen und dort zu „bekämpfen“. Ähnlich wie Schmerzen auch nur ein sind, das als „“ auf die eigentliche verweist, sind „Essstörungen“ häufig auch nur ein für „tiefer liegende Probleme“. Wer sich nur auf das Essen konzentriert, setzt deshalb leicht an der falschen Schraube an. Essstörungen haben selten eine einzige Ursache: Vererbung, erlerntes Verhalten („“ aber auch „“) und Umwelteinflüsse (, gesellschaftlicher ) können gleichermaßen eine Rolle . Es macht deshalb wenig Sinn, eine Hauptursache zu suchen und sich auf diese zu konzentrieren.

Essstörungen lassen sich als Fehlregulationen der beschreiben: entweder wird dem zügel- und nachgegeben (Bulimie, ) oder durch ein Übermaß an Kontrolle () werden Gefühle von und Macht erzeugt (das „Triebleben“ zu beherrschen, der Welt nicht ausgeliefert zu sein). Mitunter kennt man diese Erfahrung als „“ auch vom Fasten.

Menschen mit Essstörungen können sich meistens nur schlecht körperlich selbst wahrnehmen (). Deshalb spüren sie kaum, was ihnen (nur an Nahrung? ) fehlt und wann sie eigentlich satt sind. Nicht selten finden man in der Vorgeschichte Selbstverletzungen. Damit verbunden ist häufig die Unfähigkeit, Gefühle auszudrücken. Unausgedrückte (oder gar unterdrückte) Gefühle können die (körperliche) Erregung () steigern (so wie der Versuch, nicht zu lachen, das Lachen oft verstärkt). Die erhöhte Erregung ist zwar körperlich deutlich messbar (erhöhter Puls, veränderter Hautwiderstand, vermehrte Muskelanspannung), dennoch wird sie von vielen Betroffenen kaum wahrgenommen.

sind eher introvertierter. Sie neigen dazu, sich emotional von anderen abzuschotten (vielleicht weil äußere Impulse sie schneller erregen). Sie geben ihrem „Spürsinn“ wenig Gelegenheit. Vielmehr sind sie schnell mit rationalen Erklärungen für ihre zur Hand. Überdurchschnittlich oft haben ein sehr geringes . Mit können sie nur schlecht umgehen.

Essen hat für Essgestörte eine übermäßige Bedeutung. Essen dient nicht nur dem Überleben; vielmehr wird es zum bedeutungsträchtigen Symbol (für eigenes , für eigene Mängel, als , als Ausdruck von Macht, als Provokateur von Konflikten). Wer glaubt, dass allein schon ein „Waschbrettbauch“ und ein „knackiger Hintern“ erledigt, irrt meistens.

Wie viele Symptome, die irgendwann einmal als „“ erlebt werden, können auch Essmuster mitunter einmal sehr sinnvoll gewesen sein. Möglicherweise waren sie einmal die „“. Dennoch kann die Zeit sie überholen (So mag der „Schrei nach der “ zu einem Baby passen und wohlwollend von der Umwelt beantwortet werden; bei Erwachsenen wird das gleiche Schreien jedoch eher Kopfschütteln oder Ärger auslösen. Die Veränderung Muster wird in der Regel erst dann möglich, wenn dem oder der Betroffenen zwischenzeitlich günstigere zur Verfügung stehen. kann diese aufzeigen.

Einmal gebahnte sind kaum noch „zu verlernen“. „“ sind deswegen immer möglich. Niemand ist jedoch gezwungen, alte Muster ständig aufzuwärmen.

Obwohl man pauschalierend von „Essstörungen“ spricht und es sicherlich viele Gemeinsamkeiten gibt, hat jeder sein ganz individuelles Muster und sind fast immer individuell zugeschnittene geboten. Erst ein individueller Ansatz erhöht beim Betroffenen das Erlebnis, in seiner Einmaligkeit wertgeschätzt zu werden.  Jeder Mensch hat seine eigenen Vorstellungen von dieser Welt und deren Funktionieren. Neue müssen an das vorhandene Weltbild anknüpfen, um angenommen zu werden. „Anschluss“ finden sie meist dann, wenn die entsprechende „Erkenntnis“ mit ausreichend bewegenden emotionalen Erfahrungen verbunden ist.

Derzeit haben wir keine für Essstörungen in . Bei Bedarf können wir aber gerne Ansprechpartner in der Nähe vermitteln.

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Weitere Informationen

zu Esstörungen, Anorexie und Bulemie sowie einen Test, ob Sie unter Essstörungen leiden finden Sie hier.

, mein Kind ist !

über (BBC Exklusiv, www.bbcgermany.de)
http://www.youtube.com/watch?v=5NaBP4Jb-9c

Magersucht, Adipositas, – Die nach dem perfekten Körper

(5-teilige Spiegel TV- auf VOX)
http://www.dokumentarfilm24.de/2010/10/25/magersucht-adipositas-sportsucht-die-sucht-nach-dem-perfekten-koerper

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