Freie Selbsthilfegruppe Glückstadt "Mit uns – Für Dich"

* Hilfe zur Selbsthilfe bei Suchterkrankungen *

Jahresabschluß 2009

Ein turbulentes Jahr neigt sich dem Ende!

Ein Rückblick auf das Jahr 2009…

Möglichkeiten der Suchtprävention bei Jugendlichen

Natürlich ist die FSG „Mit uns – Für dich“ in erster Linie eine Selbsthilfegruppe, in der wir lernen, mit unserer Krankheit zu leben und Mittel und Wege zur Problemlösung zu finden. Es kann aber nicht unser einziges Anliegen sein, intensiv daran zu arbeiten, uns unsere Trockenheit zu bewahren.

Wir sind inzwischen auch als mündige Bürger dazu aufgerufen, die Augen nicht vor einem Problem zu verschließen, welches uns gerade in den letzten Jahren immer häufiger deutlich macht, dass der unkontrollierte Umgang mit Alkohol schon bei Kindern und Jugendlichen in erschreckendem Ausmaß zu dramatischen Entwicklungen bis hin zum „Flatrate-Saufen“ geführt hat.

Kinder und Alkohol

Nicht jeder von uns ist in der Lage, andere Menschen anzusprechen oder auf Gefahrensituationen hinzuweisen, genauso, wie auch nicht jeder von uns in der Lage sein wird, nach einem schweren Unfall „Erste Hilfe“ zu leisten, auch wenn er es sicher gelernt hat.

Aber wie auch in der „Ersten Hilfe“ reicht es oft, wenn man anderen Menschen, die einem kompetenter erscheinen, Bescheid sagt, sie um Unterstützung bittet, sie auf Situationen aufmerksam macht. Niemand wird verlangen, dass man sich wie ein Superheld in eine Gruppe angetrunkener Jugendlicher begibt, um sie auf ihr Trinkverhalten anzusprechen. Aber wegsehen muss man deshalb trotzdem nicht! Es gibt Telefone, Handys, andere Menschen, die man ansprechen kann, um Hilfe zu holen!

…und da ist doch ein Licht !

Es gibt viele gute Gründe fremden Menschen seine Suchtgeschichte zu erzählen. Einer dieser Gründe ist mit Sicherheit das Aufzeigen der Wichtigkeit von Selbsthilfegruppen.

Vieles in Michaels Geschichte dürfte Süchtigen wie Co-Abhängigen bestens bekannt vorkommen…

Wenn das Internet zur Sucht wird

Es wurde immer mehr. Erst eine Stunde, dann vier, zum Schluss waren es bis zu 14 Stunden pro Tag, die Thorsten Blinkmann vor dem Computer verbrachte, um im Internet Poker zu spielen.

“Meine Freundin hatte mit mir Schluss gemacht, ich war irgendwie fertig, suchte Ablenkung. Ich weiß nicht, wie es kam, aber ich bin da in eine Abhängigkeit reingerutscht”, sagt der 33-Jährige, der in der Außenstelle des Fachkrankenhauses Nordfriesland in Breklum aufgenommen wurde.

Suchtbericht des Jochen W. aus Elmshorn

Seit der Langzeittherapie in Schwerin ist Jochen „clean“.

Er besucht seit mehreren Monaten eine zusätzliche ambulante Therapie, eine so genannte Nachsorge, bei der Diakonie in Elmshorn. In Einzel- und Gruppengesprächen wird hier Jochen die Möglichkeit gegeben, an sich zu arbeiten, um ihm das Handwerkszeug an die Hand zu geben, sein Leben in Zukunft Medikamenten- und Drogenfrei zu meistern. Er selbst sagt von sich, dass er erst jetzt, auf der Talsohle seines bisherigen Lebens, gelernt hat, was es heißt, ein suchtfreies Leben zu leben.

Lies, wie sich Jochens Sucht entwickelte und wie er seine Sucht meisterte…

Augen auf beim Lebensmittelkauf !

Alkohol ! Unser erster Gedanke gilt dabei dem allgegenwärtigen Alkohol in Form von Schnaps, Bier, Wein oder Likör.

Aber die Gefahr lauert auch dort, wo es viele nicht vermuten! In ganz alltäglichen Lebensmitteln wie Soßen, Süßigkeiten, Desserts oder Getränken kann Alkohol enthalten sein und wird erst auf den zweiten Blick erkannt.

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